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 Meditationen von und mit Detlef Springob findest Du auf YouTube unter Seminarhaus Treff. Viel Spaß und gönn Dir Ruhe und Zeit dafür... Gruß

 

 Das pralle Leben

 

 

„Das pralle Lebenein Beitrag geschrieben von Detlef Springob

 

 

Das wünscht sich doch jeder. Dennoch sind viele nicht nur meilenweit davon entfernt, sondern gehen unter im Alltagsstress, hetzen von Termin zu Termin, von Aufgabe zu Aufgabe, stecken mitten im „alltäglichen Wahnsinn“, oder leiden an der stark verbreiteten Langeweile, weil sie keine Aufgabe haben für die es sich lohnt Leidenschaft zu entwickeln und zu brennen. Rund 28-30 % unserer arbeitenden Bevölkerung flüchten sich in die Leidenschaftslosigkeit. Und das wird ausgelöst durch falsche Führung wo sich viele Mitarbeiter nicht gesehen fühlen oder falsche und unklare Arbeitsanweisungen und Ziele erhalten und sich so, mit ihrer wachsenden Unzufriedenheit ihre Festplatte volllaufen lassen. Was die gleichen physischen Auswirkungen wie zu viel Arbeit hat. (In der Fachsprache nennt man das Phänomen: Bore-Out Syndrom)

Mancher der „burnt“ hält dies je nach persönlicher Belastungsgrenze nicht mehr aus und sein Körper zieht die Notbremse. Jemand der gestern noch sein (Arbeits-)Leben mit voller Kraft gestaltete, ist heute desinteressiert, antriebsschwach, mutlos, leidenschaftslos, depressiv und ausgebrannt.

Burn-out ist die Volkskrankheit Nr. 1. Gestern noch Epedemie, heute schon Pandemie. Früher oder später wird der Burn-out fast jeden von uns befallen, zumindest wenn man den Medien glaubt. Doch wie ansteckend ist diese "Krankheit" wirklich?

Burnout hat zwar nur der betroffene Mensch selbst, doch sein ganzes Umfeld wird in Mitleidenschaft gezogen: Seine Kollegen, die sich nicht mehr auf ihn verlassen können, sich vielleicht im Stich gelassen fühlen, seine Familie und Freunde, von denen er sich mehr und mehr zurückzieht und das Unternehmen, welches oftmals monatelange Ausfälle von den ehemals engagiertesten Mitarbeitern zu verkraften hat. Auch das Gesundheitssystem spürt die Konsequenzen. Die Ausgaben für Krankentagegeld aufgrund psychischer Erkrankungen steigen extrem an, doch das scheint keinen so richtig ernsthaft zu interessieren. Es sieht fast ein bisschen lächerlich, inflationär und geradezu oberflächlich aus, wie dieses Thema in unserer Gesellschaft behandelt wird. Burn-out ist ein Trend und jeder hat die freie Wahl: gestresst, genervt, dauererschöpft oder auch nur bocklos zu sein… Eins davon reicht aus. Die Bescheinigung dafür gibt es beim Arzt kostenlos – eine Krankenversicherung vorausgesetzt.

 

Wie erklärt sich der Siegeszug dieses Phänomens in unserem Land überhaupt? Gibt es Nutznießer, die ein Interesse daran haben, dass eine Nation ausbrennt? Was ist Burn-out tatsächlich? Warum sind so viele Menschen dafür empfänglich? Was kann jeder von uns und was können wir alle gemeinsam gegen diese „Volkskrankheit“ tun?
Ich hab dann mal Burn-out ….

Bore-Out haben viele die als ganz normale Kolleginnen und Kollegen neben uns arbeiten. Man merkt es fast nicht. Denn ohne Leidenschaft oder gar schon mit einer innerlichen Kündigung im Betrieb zu sein, ist heute unauffällig möglich. Es fehlen die wichtigen Gespräche der Betriebsleitung um das „Brennen des Mitarbeiters für den Betrieb und seine Ideen zu stärken. Ein wichtiges Thema für unsere postmoderne Gesellschaft; sich bewusst für die konstruktiven Gedanken des Chefs zu begeistern, und das auch leben wollen, fehlt oft. Das ehemals vergattern der Mitarbeiter oder moderner ausgedrückt, die gemeinsam erarbeiteten Visionen mit einer kreativen, absoluten Begeisterung auf beiden Seiten und von beiden Seiten gelebt und vor allem controlt,  das fehlt heute in vielen Betrieben fast gänzlich, zu mindest in vielen kleinen und mittleren Betrieben.

Da Chefs immer Vorbildfunktionen haben sind sie besonders gefordert in ihren Expresszug „ Unternehmen,“ Burn-oder Boreout zu vermeiden. Chefs sind nun mal Lokomotivführer. Ich war ja auch mehr als drei Jahrzehnte Lokomotivführer. Trotz meiner kleinen Laufbahn wie Hauptschule, Geselle, Meisterprüfung, Betriebswirt, Gesundheitsberater Ergonomiecoach und Psychologischer Berater fand ich meine Chef- philosophie nicht immer prickelnd und für den schnellen Markt, in dem ich mich befand, nicht beglückend und ausreichend. Ich habe mit voller Überzeugung vor einen Ausschuss der KH und der Kammerleitung, also einem großen Plenum einmal gefragt: „Wer hat uns eigentlich beigebracht ein guter Chef zu sein?“ Die allgemeine Auskunft und das erstaunte Ergebnis nach einer langen Diskussion aller war; so richtig niemand!

Aber ich persönlich glaube, das es nicht nur der Job allein ist; das es noch etwas anderes ist, dass viele zu solchen extremen Persönlichkeitsveränderungen tendieren und diese als Grund auch vorschieben. Ich finde, es hat viel mit dem Mut und dem persönlichen Werteverhalten und der sozialen Einstellung jedes Einzelnen zu tun. Dazu kommt noch der Wille sich freiwillig in die Gesellschaft einbringen, ich nenne es mal dem „Wir-Verhalten“ in uns zu tun. Wir brauchen alle sehr viel Halt, um in der heutigen schnellen auf uns einprasselnden medialen Überschwemmungswelt mithalten zu können. Und mal ganz ehrlich, wer kann da überhaupt noch mithalten? Wie viel Prozent (ich schätze keine 25%) der Bevölkerung sind medial, mental und intelligenzmäßig so voll drauf, der auf uns einprasselnden Informationsflut die Stirn zu bieten? Uns fehlt oft der Einsatz, das nicht mehr bewusst vorhandenen und gefühlten eigenen Körpergefühls (Bauchgefühl) und der daraus resultierenden Entscheidungskraft, jetzt und hier zu entscheiden, was für mich in der nächsten Zeit gut ist und das auch mal zu tun! Es gilt, nur allein den Mund darüber mal aufzumachen und um Hilfe zu bitten ist nicht mehr üblich. (Schlucken bis der Hals voll ist)

Das sind schon ein paar Aspekte: „ Der absolute Wahnsinn im Job, die fehlende Leidenschaft, die fehlende Richtung und Anerkennung, die innerliche Kündigung, keine Leidenschaft entwickeln. Das freiwillige soziale „Ich möchte mich einbringen“, in die Gesellschaft und das fehlende Bauchgefühl um seine Grenzen zu erkennen. Der Mix hat eine Menge negative Power!

WIE KÖNNEN WIR WIEDER ZU LEBENSFREUDE, SELBSTBESTIMMUNG UND SELBSTBEWUSSTER ALLTAGSGESTALTUNG ZURÜCKKEHREN?

Wo hole ich mir Nahrung für die Seele?

Wir machen uns diese beiden Krankheiten selber, weil wir an einer anderen uns ständig durch Werbung- Presse-Print einsuggerierten- Werte Veränderung festhalten. Wir Westeuropäer und vielleicht gerade auch wir perfekten Deutschen ?? Der Drang nach dem optimalen, schönen, Geiz mit geilen Leben, was leider mit einem unnatürlich wachsenden, egoistischen Verhalten und einer gewissen Abkapselung nach außen verbunden ist.

Dazu kommt noch, dass viele Menschen einen großen Teil ihrer Energie verschwenden, indem sie sich ständig über andere Menschen ärgern, sie in ihren Überlegungen oder Worten kritisieren, oder gar in ständigen Gedanken gegen sie kämpfen. Ärger, Wut, Hass, Gram, Groll, Neid, Missgunst und Eifersucht beherrschen das innere Klima vieler und belasten das äußere Klima in Familien, Firmen und anderen sozialen Gemeinschaften erheblich. Wenn der Körper durch das Gefühl oder durch eine Stressspirale in der wir uns befinden ständig zu Angstgefühlen, Aggression, etc. in erhöhte Alarmbereitschaft versetzt wird, kann es, wenn die Person leicht erregbar ist, überzeichneten Stressreaktionen führen. Alle psychischen Störungen entstehen demnach, wenn die Bewußtseinsentwicklung des Individuums durch innere wie äußere Einflüsse gestört wird und es zu einer Stagnation oder Regression auf ein schon durchlebtes Entwicklungsstadium kommt.

 Viele von uns glauben, dass genau nur „wir“ aus der großen Menge heraus es sind, die es schaffen werden. Wir lernen dabei dann doch recht schnell unsere Ego- Grenzen deutlich kennen und einige werden über diese Erkenntnis, über diesen Berg der sich vor uns auftut, depressiv. Jeden Tag ein bisschen mehr depressiv. Die Spirale fängt an sich zu drehen. Die Festplatte in uns wird immer voller! Und der Prozess kann in den Betrieben in denen wir arbeiten, nur mit Verständnis für beide Seiten und vielen offenen, konstruktiven Gesprächen und klaren fixierten, bejahenden Ergebnissen geführt werden.

Wer führt heute solche offenen Gespräche von Seiten der Chefs, aber auch genauso von Seiten der Mitarbeiter?? Wer ist stark, frei und mutig genug??

Es betrifft bei diesem Austausch besonders viele Männer, die oft neben ihrem engagierten Job, Familie, Freunden und Verantwortungen, nicht dazu kommen, (wollen) die nicht gelebten sozialen und auch die sexuellen Wünsche zu realisieren.

Jetzt werden sich Viele fragen, was hat das Fehlverhalten, die fehlende Hingabe oder die Unzufriedenheit für Job und Privatleben mit Burn oder Bore- out zu tun?

Wir sind immer von „nagenden Gedanken“ umgeben. Das wird immer stärker und wir wissen, dass wir heute in der Gesellschaft funktionieren müssen, sowohl Beruflich wie privat. Wer nicht funktioniert, ist nichts und fällt durch das Raster. Wessen Festplatte übergelaufen ist, kann nicht mehr reagieren. Er muss erst einen Resat machen. Und genau da liegt die Schwierigkeit. Bei einem PC geht so etwas, weil man die Daten und Programme neu einspielen kann, beim Menschen nicht. Da muss mühevoll geheilt werden, der Prozess dauert lange. Wer so etwas hat und sich jetzt immer noch nicht öffnet, verändert sich und wird irgendwann ohne eigenen Nutzen, ziemlich allein da stehen. Das geht nur mit professioneller Hilfe. Wir als Seminarhaus auch mit begleitenden professionellen Beratern können diesen Prozess nur unterstützen. Vertraute Gesprächsgruppen anleiten, um von wichtigen Themen angepickt zu werden, damit jeder seine Lösung und seinen Weg sehen und erkennen kann, das passt zu uns und das sind wir bereit zu leisten. Den „neuen Weg“ gezeigt zu bekommen, und zu verstehen, ist schon verdammt viel.

 

Detlef Springob vom Seminarhaus Treff in Attendorn

 

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